Hier einige Bilder vom 1. Mittelaltermarkt auf dem "Johanneshof" vom 14. bis 15. Juni 2014

 

 

 

 

Flörsheim 18.06.2014

Mittelaltermarkt mit Keltenhochzeit in Wicker

Von Elke Flogaus

WICKER - Das Gelände rund um den Johanneshof erwies sich als ebenso ideal wie das Wetter, als Ritter, Händler und Marktweiber hier ihre Lager aufschlugen und die Besucher zum Mittelaltermarkt in den Steinmühlenweg kamen. Als Marktvogt hat Ralf Stortz vom Johanneshof-Team das Spektakel eröffnet und entsprechend gewandet für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

Mittelalterliche Kleidung, Holzwaren, Getöpfertes, historische Salben bei der Duftmanufaktur und Schmuck in vielen Varianten konnte man beim Rundgang auf dem Marktgelände bewundern und erwerben. Beim Brettchenweben konnte man Alexina über die Schulter schauen, die an einem nachkonstruierten Webrahmen bunte Bordüren aus Naturmaterial fertigte und sich mit der Lebensweise der Kelten intensiv beschäftigt hatte.

Mit den Bräuchen der Vorfahren aus dem Mittelalter haben sich auch die angereisten Gruppen auseinandergesetzt wie zum Beispiel die „Liber Viatores“, eine Interessengemeinschaft aus Bergisch Gladbach oder der Verein „Freye Nordmannen“ aus Gräfenhausen. In Ritterkluft, Kettenhemd und selbst gemachter Lamellenrüstung sorgten sie für mächtiges Kampfgetöse, als sie mit Schild und Schwert in Showkämpfen ihre Stärke demonstrierten und das Publikum begeisterten. Nicht weniger Applaus hatten zuvor die zahlreichen mutigen Kinder bekommen, die angefeuert von der Märchenerzählerin den Rittern einen Schatz abjagen sollten. Mit Siegesgebrüll und Schaumstoff-Schwertern stürzten sie sich furchtlos auf ihre mächtigen Gegner und ließen die Ritter reihenweise zu Boden gehen.

Während Musikgruppen wie „Die wirren Köpfe“ mit Trommel, Laute und Gesang für mittelalterliche Klänge auf dem Festplatz sorgten, war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Keltische Hochzeit

Lockten eine Crêpesbude und das Angebot von Schokofrüchten eher Süßmäuler an, wehten vom Grill her deftige Düfte nach Bauchfleisch, Steaks, Würsten und Pilzpfanne. Zudem fand eine keltische Hochzeit statt, zu der mit dem Brautpaar aus Berlin eigens eine Heerlagergruppe aus der Hauptstadt angereist war. Ritualfrau Susanne Schatter, die selbst auch keltisch geheiratet hatte, nahm die bodenständige Zeremonie im Freien vor, bei der die Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft mit entsprechenden symbolischen Wünschen nicht fehlen durften und zum Zeichen der Verbundenheit die Hände der Brautleute mit einem Tuch umschlungen wurden.

 

Flörsheim 28.07.2014

Großes Countryfest der Line Dancer in Wicker

Beim Country Festival im Johanneshof wiegen sich die Line Dancer im Takt.<br /> Foto: Helene Braun

Beim Country Festival im Johanneshof wiegen sich die Line Dancer im Takt.
Foto: Helene Braun

 

WICKER - Fast sind es

Von Helene Braun

nur die Füße, die sich bewegen, wenn die Line Dancer ihrer Bestimmung nachgehen. Es hat etwas Meditatives, wie eine Gruppe von 50 oder auch mal 80 Leuten sich im selben Takt wiegt, wie sie sich gemeinsam wie auf ein geheimes Kommando drehen oder nach links oder rechts schwenken, die Gesichter konzentriert gespannt oder selig lächelnd. Ralf Stortz vom ausrichtenden Johanneshof in Wicker fragt sich beim neunten Country-Wochenende immer wieder, wie das wohl angehen kann. Viele haben erst am Nachmittag im Workshop Tänze gelernt, die sie gleich einsetzen können.

Campen erlaubt

Auf dem großzügigen Gelände um den Johanneshof hat das Team um Familie Stortz die Bühne und die Tanzfläche aufgebaut und Tische und Bänke gestellt. An einzelnen Ständen gibt es Essen und Trinken. Mal ein Flammkuchen zwischendurch verleiht wieder Kraft. Strohballen und Fahnen sorgen für Country-Atmosphäre. Wer will, kann campen, denn das Fest dauert drei Tage. Live-Bands und DJs sorgen für den richtigen Sound, der sich nicht nur auf das beschränkt, was man normalerweise unter Countrymusik versteht.

Zum Teil recht rockig klingt die Musik von „Louisiana on Tour“. De Sängerin reißt mit ihrer gefühlvollen ausdrucksstarken Stimme mit, die Tänzer wissen schon, was kommt. Im Internet ist im Vorfeld eine Playlist veröffentlicht, denn zu jedem Lied existiert ein Tanz, eine Schrittfolge, die man auswendig können muss. Dahinter steht pure Tanzleidenschaft. So erklärt es zumindest Trainerin Maike Perez-Fernandez aus Wolfsheim.

„Ob man sich kennt oder nicht, es tanzen alle in eine Richtung, jeder weiß, was kommt, weil alle dasselbe gelernt haben, das ist das Schönste.“ Mittlerweile existierten über 15 000 Tänze und täglich kämen neue hinzu. „Ständig ist der Kopf gefordert und ständig muss man lernen.“ Steht das Ambiente im Vordergrund oder die Musik? „Alle Line Dancer wollen Line dancen, dann sind sie glücklich“, fasst es Perez-Fernandez kurz zusammen. Die Kollegin nebenan lacht. Sie versteht das.

Für Wolfgang Beer aus dem TSCV Rödermark und seine Frau hat sich das Tanzen erst aus der Vorliebe für die Musik entwickelt. Dann habe es sie so gepackt, dass sie es unbedingt lernen wollten und schließlich gaben sie der Line Dance Gruppe im TSC sogar einen eigenen Namen. Von den Anfangsbuchstaben für Tanzsportclub ausgehend wurde es „The Stomping Crowd“. Mit dieser ist er zum Fest gekommen. In zwei Jahren hat Beer über 30 Tänze gelernt. Sieht er einen neuen, bittet er den Trainer: „Zeig uns das.“

Jede Gruppe hat ihr Logo, das sie stolz trägt. Ansonsten sieht man Cowboystiefel oder auch einen Hut und ein kariertes Hemd, das war’ s. Auf Showeffekte scheinen sie nicht aus, die Tänzer aus nah und fern. „Letztes Jahr hatten wir auch einen aus Holland, der hat seinen Papagei mitgebracht“, erzählt Gastgeber Ralf Stortz lachend. Die Wirtsfamilie ist ebenfalls vom Country-Virus infiziert und mag die Gäste.

 

Am späteren Abend füllt sich das Gelände nochmal. 500 Menschen sind es bestimmt, die je nach Musik auch mal höher hüpfen. Es ist Samstag, am Vorabend hat die Band „Purling Brooks“ gespielt. Am Nachmittag sind Steven Taylor und Sheila Miles aufgetreten, und für den Sonntag wird noch die Band „Cardets“ erwartet. Danach ist schnell abgebaut, was in einer Woche entstanden ist. Christian Duchhardt, Sänger und Leadgitarrist von „Purling Brooks“ sagt zum Country-Style: „Es ist einfach geile Musik, mit sechs Jahren bin ich zu meiner ersten Gitarre gekommen und seitdem spiele ich.“

 

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© MeiRa´s Buffet-Traum auf dem "Johanneshof"